Industrietrends von 2025

Der Schlüssel zur Transformation des Industriesektors im Jahr 2025 liegt in der Industrie 5.0, die auf der Zusammenarbeit von Mensch und Technologie basiert. Während die Industrie 4.0 zuvor auf Automatisierung und Digitalisierung setzte, priorisiert das neue Paradigma die Nutzung menschlicher Kreativität und Problemlösungskompetenz.

Fortschrittliche Technologien wie künstliche Intelligenz (KI), Augmented Reality und das Internet der Dinge (IoT) ermöglichen intelligente Produktionsprozesse. Roboter sollen menschliche Arbeit nicht mehr ersetzen, sondern unterstützen. In Fabriken übernehmen kollaborative Roboter präzise und repetitive Aufgaben, sodass sich die Menschen auf komplexere Entscheidungen und kreative Tätigkeiten konzentrieren können.

Die Ungarn stehen diesen Veränderungen mit gemischten Gefühlen gegenüber. 56 Prozent interessieren sich für Technologie und möchten ihre Funktionsweise verstehen, während 26 Prozent die Veränderungen als zu schnell empfinden und Schwierigkeiten haben, mitzuhalten. Viele sind zwar optimistisch, was Innovationen angeht, und glauben, dass diese ihr Leben erleichtern können, andere hingegen befürchten Arbeitsplatzverluste und soziale Ungleichheiten, die durch Technologie entstehen.

 

Investitionen in maschinelles Lernen

Wie bereits im Vorjahr bleibt der Aufstieg von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen auch 2025 ein Schlüsselfaktor für die industriellen Trends. Vorausschauende Wartung ermöglicht die kontinuierliche Analyse des Maschinenzustands und reduziert so unerwartete Ausfälle und Produktionsstillstände. KI-gestützte Qualitätskontrollsysteme filtern fehlerhafte Produkte umgehend heraus und optimieren damit Lieferketten, um Kosten zu senken und die betriebliche Effizienz zu steigern.

Die Bosch Tech Compass-Studie unterstreicht die weltweit wachsende Bedeutung von KI-Kompetenzen. Laut der Studie halten 71 Prozent der Befragten diese Kompetenzen für entscheidend für die Zukunft, insbesondere in China und Indien, wo dieser Wert sogar über 90 Prozent liegt. In Europa hingegen, beispielsweise in Deutschland und Frankreich, wird die Rolle der KI weniger stark wahrgenommen.

Ungarische Befragte sehen künstliche Intelligenz (KI) als Schlüsseltechnologie der Zukunft; 57 Prozent halten sie für eine solche. Viele hoffen, dass Innovationen das Leben erleichtern und die Arbeit effizienter gestalten werden. Gleichzeitig bestehen jedoch auch ernsthafte Bedenken, etwa hinsichtlich Arbeitslosigkeit, sozialer Ungleichheit und der Bedrohung durch Cyberangriffe. Mehr als zwei Drittel der ungarischen Befragten sind überzeugt, dass das Verständnis und die Anwendung von KI entscheidend für den Erfolg des Landes sind, während fast die Hälfte befürchtet, dass die Automatisierung ihre Arbeitsplätze gefährden könnte. Auch der Bedarf an Aus- und Weiterbildung ist groß: Die Hälfte der Befragten verbessert ihre KI-Kenntnisse durch Selbststudium, während jeder Vierte einen formalen Kurs besuchen würde.

Künstliche Intelligenz (KI) gewinnt auch im Bildungsbereich zunehmend an Bedeutung, da die Mehrheit der Bevölkerung erkennt, dass lebenslanges Lernen unerlässlich ist, um die Chancen einer KI-geprägten Zukunft zu nutzen. 63 Prozent der Befragten befürworten die Aufnahme von KI als eigenständiges Schulfach in den Lehrplan. Auch am Arbeitsplatz steigt die Nachfrage nach KI-Schulungen: Während weltweit 56 Prozent der Beschäftigten KI für wichtig halten, betrachten Arbeitnehmer in Indien und China sie mit 76 bis 83 Prozent als unverzichtbare Kompetenz.

Von nachhaltiger Fertigung bis hin zur Talententwicklung

Nachhaltigkeit stellt für Hersteller eine zunehmend wichtige Herausforderung dar. Die Berücksichtigung von ESG-Kriterien wird unerlässlich, da sowohl regulatorische Rahmenbedingungen als auch Verbraucher immer mehr Wert auf umweltfreundliche Lösungen legen. Energieeffiziente Technologien, Abfallvermeidung und die Nutzung erneuerbarer Energien tragen zu einem nachhaltigeren Industriebetrieb bei.

Eine der größten Hürden für die industrielle Transformation ist der Fachkräftemangel. Die Digitalisierung von Fertigungsprozessen erfordert neue Kompetenzen, weshalb Unternehmen verstärkt auf die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter setzen. Auch Selbstlernkurse und Online-Angebote gewinnen zunehmend an Bedeutung, da Kenntnisse in den Bereichen Künstliche Intelligenz und Automatisierung nicht länger nur Experten vorbehalten sind.

Insgesamt wird Industrie 5.0 nicht nur zu effizienteren und flexibleren Produktionssystemen führen, sondern auch die Möglichkeit schaffen, dass Technologie den Menschen wirklich dient. Unternehmen, die sich diesen Veränderungen anpassen können, werden nicht nur wettbewerbsfähig bleiben, sondern auch eine Vorreiterrolle in Sachen nachhaltiger Entwicklung und Innovation einnehmen.

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